Aktualisiert: 20.08.2017
waffensammlung.ch
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Kurze Geschichte der Firma Walther

1886 gründete Carl Walther in Zell-St.Blasii eine kleine Waffenfabrik. Zuerst stellte er vor allem Flinten und Jagdgewehre her.  Im Jahre 1908 folgte die erste Taschenpistole, einfach Mod. 1 genannt.  Dann folgte 1909 das Mod. 2.

Zur gleichen Zeit trat auch der Sohn von Carl Walther, Fritz, in die Firma ein. Unter Fritz Walther sollte die Firma dann  zur bekannten Waffenschmiede Walther werden.

1915 starb Carl Walther, die Firma ging an die Söhne Fritz August, Georg Carl und Hans Erich über. Fritz übernahm die Leitung des Werkes.

1929 kam dann die Walther PP auf den Markt, Innerhalb eines Jahres folgte dann die PPK. Mit diesen beiden Modellen wurde die Firma weltberühmt.  Bei der Olympiade 1932 in LA wurden die Deutschen Schützen ebenfalls von der Firma Walther ausgerüstet. Das Olympia genannte Modell wurde zur Grundlage des namens der Firma in Sportwaffenbau.

Im Jahre 1937 schrieb das Deutsche Militär  eine  Faustfeuerwaffe aus, die die Pistole 08 ablösen sollte.  Fritz Walther reichte sein Modell HP ein, 1938 wurde  die Pistole als P38 eingeführt. Allerdings kamen erst 1940 grössere Mengen zu den Truppen. 1939 wurde die Waffe auch beim schwedischen Militär eingeführt.  Während des Krieges wurde die Waffe dann von verschiedenen Firmen in Deutschland gebaut.

Nach der Übernahme des Werkes 1945 durch die Russen gingen der gesamte Maschinenpark und die noch vorhandenen Rohmaterialien nach Russland.  Später sollen die Maschinen nach China gegangen sein, wo die PP und die PPK weiter produziert wurden. 

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden war den Deutschen die Produktion von Waffen verboten. So wurde mit der Firma Manurhin im Elsass ein Lizenzvertrag abgeschlossen.  Als das Verbot gelockert wurde, ging die Produktion bei Walther, neu in Ulm, wieder los.  Ab 1957 wurde die P38 auch wieder an das Militär ausgeliefert. 1966 starb Fritz Walther.

Nach diversen Krisen wurde dann die Firma 1993 durch Umarex übernommen, nachdem 1986 noch das 100-jährige Jubiläum gefeiert wurde.